Tipps zur Produktpflege einer Schneefräse

Aktualisiert: 23. November 2018
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Eine regelmäßige Wartung einer Schneefräse garantiert Langlebigkeit und erspart Ihnen teure Reparaturen in einer Werkstatt.

  • Es gibt verschiedene Modelle auf dem Markt. Die gängigsten Fräsen werden entweder elektrisch oder mittels eines Benzinmotors betrieben. Elektrische Schneefräsen sind einfacher in der Wartung als Fräsen, die mittels eines Benzinmotors betrieben werden.

  • Die Wartung einer Schneefräse kann mit etwas Geduld und Geschick auch von Laien durchgeführt werden. Wichtig ist hierbei, sich im Vorfeld über die Wartung zu informieren und die Bedienungsanleitung der Maschine zu beachten.

Mit dem Beginn des Winters fällt in vielen Gebieten auch der erste Schnee. Viele Hausbesitzer schaffen sich aus diesem Grund eine Schneefräse an, die das mühsame Schneeschaufeln in der Einfahrt überflüssig macht. Auf dem Markt gibt es verschiedene Modelle, Sie können sich zwischen der klassischen benzinbetriebenen Maschine oder einer elektrischen Schneefräse entscheiden. Je nach Modell und Hersteller variieren die Maschinen in ihrer Größe, der Leistung oder der Handhabung. Nichtsdestotrotz haben alle Schneefräsen etwas gemeinsam: Sie müssen nach einiger Zeit gewartet werden, damit sie nicht vorzeitig kaputt gehen. Viele Hersteller empfehlen eine Wartung nach 25 Betriebsstunden. Übrigens: bei uns erhalten Sie auch allgemeine Informationen und eine Einführung zur Schneefräse.

Die Wartung ist bei den benzinbetriebenen Modellen meist zeitintensiver und aufwendiger, doch auch eine elektrische Maschine sollte vor der ersten Inbetriebnahme nach dem Sommer oder nach dem Winter überprüft werden. Ein Besuch in der Werkstatt ist oft teuer, doch mit etwas Übung kann die Wartung der Schneefräse auch ganz einfach von Ihnen zu Hause durchgeführt werden. Vor dem Kauf einer Schneefräse sollte Ihnen auch bewusst sein, dass mit Benzin angetriebene Maschinen weitaus wartungsintensiver als die elektrischen Modelle sind. Nachstehend finden Sie die wichtigsten Schritte, die bei der Wartung einer Schneefräse durchgeführt werden müssen.

Reifendruck, Fräse, Gebläse und Gleitkufen überprüfen

Ähnlich wie bei Autos sollte auch bei Schneefräsen der Reifendruck regelmäßig kontrolliert werden. Dies ist vor allem vor der Einlagerung nach einem harten Winter unerlässlich, da aufgrund der langen Standzeit über den Sommer Druckstellen im Reifen entstehen können. Diese haben zur Folge, dass die Reifen schneller kaputt gehen und ersetzt werden müssen. Am besten wäre eine Lagerung, bei der die Reifen der Fräse den Boden nicht berühren und daher geschont werden. Alternativ hierzu können Sie die Reifen auch bis zum maximalen Reifendruck aufpumpen.

Manchmal verfängt sich etwas Müll in der Frässchnecke oder dem Zylinder des Gebläses. Dieser kann unter Umständen dazu führen, dass Drähte oder Schnüre bei der Inbetriebnahme die gesamte Mechanik der Maschine blockieren. Manche Maschinen besitzen noch eine zusätzliche Schnecke, die für einen weiteren Auswurf des Schnees eingebaut wurde. Haben Sie ein solches Modell erworben, sollten Sie auch diese Schnecke bei der Wartung überprüfen.

Des Weiteren sollten Sie vor der Inbetriebnahme der Maschine die Kufen überprüfen. Dies muss oft nur bei benzinbetriebenen Maschinen erfolgen, da moderne elektrische Modelle häufig mit speziellen Gummilippen ausgestattet wurden. Speziell bei Benutzung der Fräse auf losem Boden (beispielsweise Gras) oder Kies ist eine richtige Einstellung der Kufen unerlässlich, da ansonsten Steine oder Erde aufgewirbelt werden und die Maschine nach und nach kaputt machen.

Beachten Sie bei der Wartung Ihrer Maschine unbedingt die Bedienungsanleitung. Wägen Sie vor dem Kauf einer Schneefräse die Vor- und Nachteile einer elektrischen Schneefräse und einer mittels Benzin betriebenen Schneefräse ab.

Reinigung des Außengehäuses, des Auswurfskanals und der Zündkerze

Gerade im Winter stellt das Salz und die Feuchtigkeit das Gehäuse der meisten Fräsen auf eine harte Probe, da metallene Gehäuse unter diesen Bedingungen schnell rosten. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Gehäuse vor der längeren Einlagerung nach einem harten Winter gründlich zu putzen. Entdecken Sie hierbei Roststellen, so sollten Sie diese nach Möglichkeit sofort entfernen. Hierzu reicht es meist aus, mit neuer Farbe darüberzustreichen, wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, schleift den Rost vor dem neuen Anstrich am besten vorher ab.

Bei vielen Fräsen namhafter Hersteller erfolgt das Verstellen des Auswurfskanals mithilfe von Zahnrädern. Bei der Überprüfung der Zahnräder sollten diese möglichst mit einem speziellen Wartungsspray imprägniert werden. Dies verhindert, dass der Auswurf durch matschigen Schnee verstopft wird, außerdem wird der Schnee weiter geworfen.

Für die Reinigung der Zündkerze sollten Sie zunächst das Zündkabel abziehen. Anschließend wird die Zündkerze gegen den Uhrzeigersinn herausgedreht. Das Gewinde der Kerze sollten Sie am besten mit einer Drahtbürste reinigen. Des Weiteren können Sie ein wenig Blei- oder Kupferpaste auf das Gewinde schmieren. Hierbei ist es wichtig, dass Sie nicht zu viel von der Paste hinaufgaben, da ansonsten die Elektroden verkleben könnten. Drehen Sie die Zündkerze anschließend wieder vorsichtig per Hand in die Fräse. Sie können die Kerze auch mittels eines 1/4 Schraubschlüssels nachziehen, dies sollte aber mit Vorsicht durchgeführt werden, da ein Hineindrehen mit Gewalt das Innengewinde des Motors beschädigen könnte. Dies hätte eine sehr teure Reparatur zur Folge.

Eine falsch durchgeführte Wartung kann zu Problemen mit Ihrer Maschine führen. Seien Sie daher konzentriert und genau bei Ihrer Arbeit, da Sie ansonsten unter Umständen eine teure Reparatur in einer Profiwerkstatt durchführen lassen müssen.

Schmierung des Gleitlagers, Ölwechsel und Ablassen des Benzins

Für die Schmierung des Gleitlagers wird die Verwendung von Einmalhandschuhen empfohlen. Im zentral liegenden Zylinder der meisten herkömmlichen Schneefräsen gibt es sogenannte Schmiernippel, die mittels einer sogenannten Fettpresse geschmiert werden müssen. Bei der Wartung müssen Sie daher lediglich die Nippel mit einem neuen Schmiermittel auffüllen. Hierzu sollten Sie die Schmiernippel zunächst reinigen und von jedwedem Schmutz befreien. Anschließend pressen Sie mithilfe der Fettpresse die Schmierung hinein. Sobald das Mittel überläuft, ist genug Schmiermittel für die optimale Nutzung der Fräse vorhanden.

Der Ölwechsel sollte am besten vor der Einlagerung der Schneefräse erfolgen. Durch die lange Lagerung kann es nämlich passieren, dass sich bestimmte Partikel im bereits benutzten Öl absetzen. Mithilfe einer Öl-Auffangwanne sollten Sie daher das gesamte Öl vor dem Einlagern ablassen. Wenn Sie die Fräse leicht kippen, können Sie zudem davon ausgehen, wirklich das gesamte Öl abgelassen zu haben. Nach dieser Prozedur wird das frische Öl sofort hineingefüllt. Alternativ können Sie auch bis zum nächsten Winter mit dem Befüllen des Öls warten.

Vor der Einlagerung einer Schneefräse, die mit Benzin gefüllt wird, sollte das Benzin vorher abgelassen werden. Vor dem Ablass sollten spezielle Additive hinzugefügt werden, da ein vollkommenes Ablassen des Benzins fast unmöglich ist und das verbliebene Benzin sich in den Leitungen verkleben kann. Dies ist meist ein Hauptgrund für spätere Probleme mit einer Schneefräse. Die Additive verhindern das Verkleben und sorgen dafür, dass Sie noch lange Freude an Ihrer Schneefräse haben werden.

Inhaltsverzeichnis
  1. Reifendruck, Fräse, Gebläse und Gleitkufen überprüfen
  2. Reinigung des Außengehäuses, des Auswurfskanals und der Zündkerze
  3. Schmierung des Gleitlagers, Ölwechsel und Ablassen des Benzins
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